Liza, wir wünschen uns für sie ein reizarmes Zuhause, auf dem Land ohne Kinder

Notfall/Handykap

 

Rasse: kaukasischer Schäferhund (Owtscharka), vermutlich reinrassig

Geschlecht: weiblich

Geburtsdatum: ca. 01.01.2021

Größe: groß, ca. 65-75cm

Verträglich mit: Artgenossen

Vermittlerin: Annika Nieper

Sucht: Rasseliebhaber, Menschen mit Hundeerfahrung, ländliches Zuhause mit Garten

Aufenthaltsort: Ungarn

Suchend seit: 12.10.2023

„Hallo, ich bin trotz meiner Größe und Rasse eine zurückhaltende und unauffällige Hündin. Leider wurde bei mir eine Kleinhirnatrophie festgestellt, das äußert sich bei mir durch Gleichgewichtsstörungen und motorischen Ausfällen. Ich suche Menschen, die mich so nehmen wie ich bin und mir gerne noch ein schönes Leben auf dem Land ermöglichen. Ich freue mich über einen Garten und menschliche Zuneigung.“

Wenn man Liza kennen lernt, merkt man, das sie nichts böses möchte. Und auch merkt man, das nicht alles mit ihr „stimmt“. Bei Liza wurde aufgrund sichtbarer neurologischer Auffälligkeiten ein MRT durchgeführt. Hierbei wurde festgestellt, dass ihr Gehirn funktional vorhanden ist, allerdings kleiner als üblich. Die offizielle Diagnose lautet „kortikale und zerebelläre Atrophie“, was sich bei Hunden bestimmter Rassen mit Gleichgewichtsstörungen und motorischen Ausfällen (wie zittern) äußern kann. Was dies für Auswirkungen auf ihren Alltag genau hat, können wir schwer beurteilen, die Vermittlerin kennt Liza aber persönlich und kann Sie gerne beraten. Wir wünschen uns für sie ein reizarmes Zuhause, auf dem Land ohne Kinder, wo sie ihre Ruhe hat, sich in ihrem Tempo entwickeln kann und noch einen schönen Lebensabend hat.

Eine Kleinhirnatrophie bei Hunden ist eine degenerative Erkrankung, bei der das Kleinhirn schrumpft und seine Funktion beeinträchtigt wird. Es kann verschiedene Ursachen haben, darunter genetische Veranlagung, Infektionen, traumatische Hirnverletzungen oder andere neurologische Erkrankungen. Ein Hund mit einer solchen Diagnose kann noch ein an die Gegebenheiten angepasstes schönes Leben leben. Wir können den folgenden Beitrag von „Behinderter Hund – Na und!“ empfehlen: https://www.behinderter-hund.at/kleinhirnatrophie

Grundsätzlich, ist die Ataxie noch nicht sehr weit fortgeschritten, wird sich in ihrem Alltag “noch” nicht viel verändern. Lediglich die eingeschränkte Motorik verlangt ein ruhigeres Umfeld sowie auch ein leicht angepasstes Lebensumfeld (wie z.B. gesicherte Treppen, sowie ein ebenerdiges Zuhause). Für Liza wünschen wir uns daher ein weitläufiges Zuhause auf dem Land, wo sie einmal ankommen kann und fernab von Stress ruhen darf.

Machen Sie sich von Liza gerne selbst ein Bild von ihrer Motorik:

Ein paar grundlegende Informationen zur Rasse haben wir für Sie zusammengestellt:
Der Kaukasischer Owtscharka zeichnet sich typischerweise sowohl durch seine Treue der Familie gegenüber, als auch durch Furchtlosigkeit und Unerschrockenheit gegenüber Fremden aus. Innerhalb der Familie ist der Kaukasischer Owtscharka ausgesprochen anhänglich und sensibel. Der angeborene Wach- und Schutzinstinkt sollte nicht zu sehr gefördert werden. Dass er verlässlich auf seinem Grundstück „anschlägt“ sollte akzeptiert werden, da der Hund unter anderem für diesen Zweck gezüchtet wurde.

In der Familie ist der Kaukasischer Owtscharka lieb und verfügt über ein angenehmes Wesen. Er ist ein starker, ausgeglichener und ruhiger Hund. Wie viele andere Herdenschutzhunde ist er freiheitsliebend, selbstbestimmt und kann manchmal etwas stur sein. Ein Kaukasischer Owtscharka will und sollte Freund und Familienmitglied gleichermaßen sein, was natürlich eine liebevolle, konsequente Erziehung nicht ausschließt, sondern voraussetzt. Dabei sollte aber sein eigenständiges Wesen nie zu sehr eingeschränkt werden.

Ausführlichere Informationen finden Sie unter:

https://www.zooplus.de/magazin/hund/hunderassen/kaukasischer-owtscharkahttps://www.zooplus.de/magazin/hund/hunderassen/kaukasischer-owtscharka

Inwieweit Liza aufgrund ihres Handicaps der typische Kaukase ist, ist in der Station und auch bei unseren Besuchen schwer einzuschätzen. Liza wird geimpft, gechipt, kastriert und mit EU-Reisepass sowie Sicherheitsgeschirr vermittelt. Zudem führen wir bei allen Hunden, die älter als 6 Monate sind, ein Blutbild auf Reisekrankheiten in einem deutschen Labor durch.

Lassen Sie sich nicht von den Bedürfnissen und Ansprüchen von Liza abschrecken, Ihre Vermittlerin berät Sie gerne, ob Liza zu Ihnen passen könnte. Können Sie sich vorstellen, Liza in Ihrem Garten liegen zu sehen? Sie lieb zu haben? Dann erfüllen Sie der „großen“ Dame diesen gar nicht so „großen“ Wunsch.

Weitere Infos gibt es von unserer Vermittlerin annika.nieper@tierrettung-ausland.de Informationen zu unseren Hunden und zum Vermittlungsablauf gibt es auf unserer Homepage www.tierrettung-ausland.de. Wir vermitteln nur mit Selbstauskunft, Vorkontrolle und Schutzvertrag.