NEVA ♥ .. schwarze Schönheit sucht liebevolles Zuhause

Geschlecht: weiblich, kastriert
Impfstatus: geimpft
Alter: geb. ca. 03/2020
Aufenthaltsort: Sofia, Bulgarien
Haltung: Keine Vermittlung in Einzelhaltung,
reine Wohnungshaltung (ohne Freigang)
FIV-Test: negativ
FeLV-Test: negativ
Handicaps: keine
Verträglich mit
- Kindern: ja
- Katzen: ja
- Hunden: unbekannt
Tierschützerin: Homeless Cats Sofia
26. März 2025
Neva ist eine am 07.03.2020 geborene Katze. Sie ist kastriert, geimpft, entwurmt und kerngesund. Sie ist sozial gegenüber allen Menschen und Katzen.
Katzengeschichte:
Neva war schon immer ein Freigeist, der unter geparkten Autos versteckt war, sich aber nie weit von ihrem gewohnten Futterplatz entfernte. Fast jede Nacht wartete sie mit ihren Katzengefährten auf mich, ihr schlanker Körper schlängelte sich zwischen ihnen hindurch, während sie mich mit einem eifrigen Zwitschern begrüßte. Sie war immer die Erste, die auftauchte, aber auch diejenige, die am ehesten für ein paar Tage verschwand. Ich hatte mich an ihre kurzen Abwesenheiten gewöhnt und dachte, sie hätte ihre eigenen Angelegenheiten zu erledigen, irgendeine unbekannte Routine, die sie fortführte, aber immer wieder zurückbrachte. Doch dieses Mal waren drei Nächte ohne ihre vertraute Anwesenheit vergangen, und als ich endlich ein leises, entferntes Miauen hörte, gerade als ich den Platz verließ, an dem ich sie immer füttere, verkrampfte sich meine Brust. Das dünne Geräusch ertönte erneut, und ich blieb stehen und suchte die dunkle Straße ab. Leise rief ich ihren Namen, duckte mich, um unter die geparkten Autos zu schauen, in der Erwartung, das Glitzern ihrer grünen Augen zu sehen. Nichts. Das Miauen ertönte noch einmal, und dann – knapp über mir – tauchte eine kleine Silhouette vor dem Nachthimmel auf. Mir stockte der Atem. Neva war auf dem Dach einer nahegelegenen Baustelle, ihr Kopf war kaum zwischen den skelettartigen Balken des unfertigen Gebäudes zu sehen. Sie bemerkte meinen Blick und miaute erneut, lauter und verzweifelter. Ich wusste, dass Katzen in Panikmomenten hochklettern konnten, aber oft nicht in der Lage waren, auf demselben Weg zurückzukehren. Was auch immer sie erschreckt hatte, sie saß nun in der Falle. Ich musste sie herunterholen. Ich suchte nach einem Weg hinein, mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, während ich mich gegen den kalten Metallzaun der Baustelle drückte. Endlich fand ich eine Öffnung – einen Spalt, gerade breit genug, um hin durchzuschlüpfen. Doch sobald mein Fuß den Kies im Inneren berührte, zerriss ein schriller Schreck die nächtliche Stille. Panik durchfuhr mich. Innerhalb weniger Minuten huschten Scheinwerfer über die Straße, und ein Sicherheitswagen hielt an. Es hatte keinen Sinn zu rennen. Ich trat vor und erklärte die Situation, aber die Wachen schüttelten nur den Kopf. „Wir verstehen“, sagte einer von ihnen, „aber Sie können nicht hier sein. Rufen Sie morgen den Besitzer an.“ Frustration nagte an mir, als ich wegging, Nevas Schreie hallten hinter mir her. Ich hatte keine andere Wahl, als zu warten. Am nächsten Morgen rief ich die Nummer am Bauzaun an. Der Besitzer war kurz angebunden, aber nicht unfreundlich – er versprach, dass am nächsten Tag Arbeiter da sein würden und ich eine Falle aufstellen könnte. Doch als ich ankam, war niemand da. Wieder ein verlorener Tag. Am nächsten Morgen passierte dasselbe, eine weitere Ausrede, eine weitere Verzögerung. Neva saß seit fast einer Woche auf dem Dach fest, ohne Essen, ohne Wasser, ohne Fluchtmöglichkeit. Ich konnte nicht länger warten. In dieser Nacht, im Schutz der Dunkelheit, kehrte ich mit einer Leiter, einem Seil und einer Katzenfalle zurück, entschlossen, sie selbst zu erreichen. Mein Herz klopfte, als ich in der Kälte kletterte. Das Innere des unfertigen Gebäudes erstreckte sich vor mir wie ein Labyrinth. Trotz meiner Bemühungen gab es keinen klaren Weg zum Dach. Wie hatte Neva es geschafft, so hoch zu klettern? Und noch wichtiger – wie sollte ich sie erreichen? Irgendwie, durch Ausprobieren, manövrierte ich mich mit Hilfe meiner Leiter und des Seils nach oben und stellte die Falle auf. In der folgenden Nacht kam ich zurück und fand sie drinnen. Ihre dünne Gestalt lag zusammengerollt in der Sicherheit des Käfigs, ihre Augen weit aufgerissen, aber voller Vertrauen. Erleichterung durchströmte mich, als ich sie vorsichtig Schritt für Schritt zurück auf den Boden trug, zurück in die Wärme und Sicherheit.
Katzencharakter:
Neva ist eine große, würdevolle und ruhige Katze. Sie bewegt sich langsam und bedächtig durch Räume und achtet darauf, weder andere Menschen noch Katzen zu stören. Obwohl sie sanft ist, duldet sie keine Beleidigungen und bleibt mit ruhigem Blick und gelegentlichem Fauchen standhaft. An einem regnerischen Abend, als es im Haus still war, sprang ein kleines Kätzchen mutig auf Nevas geliebtes Katzenbett. Neva hielt inne, beobachtete geduldig und näherte sich dann langsam, setzte sich nah an sie, ohne sie zu berühren. Sie wartete still, bis das Kleine verlegen zur Seite wich. Neva legt sich gerne dort hin, wo Menschen ruhen, und freut sich über ein sanftes Streicheln auf dem Rücken, während sie leise schnurrt.